Musée régional d’Archéologie et d’Histoire

Vise Musée régional d
Ein echter Erinnerungsort, der von Marcel, der den Krieg als Kind miterlebt hat, umgestaltet wurde. Mit Hilfe seiner Frau Mathilde hat er dieses Museum im Bauernhaus seiner Eltern aus seinen Erinnerungen, den Hinterlassenschaften der dort lebenden Soldaten und seinen zahlreichen Kontakten mit amerikanischen Überlebenden aufgebaut.

Ein Zeugnis der Geschichte von Visé

Das Regionalmuseum für Archäologie und Geschichte befindet sich in einem ehemaligen Kloster der Sépulcrines. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es im Stil der mosaischen Renaissance wiederaufgebaut.

Heute ist es ein allgemeines Museum, das Sammlungen zum Kulturerbe der Region Untere Maas in Lüttich präsentiert. Sie befasst sich hauptsächlich mit der Geschichte von Visé, seiner architektonischen Entwicklung, seinem täglichen Leben, seinem Know-how usw. Als erste Märtyrerstadt des Ersten Weltkriegs war Visé stark vom ersten Weltkrieg betroffen. Dieser Zeit wird im Museum besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Mehrere Objekte zeugen von wichtigen Epochen. Die Ankunft der Deutschen und ihre Besetzung, das tägliche Leben während des Ersten Weltkriegs, das Leben in den Schützengräben, die Verbrennung der ersten Märtyrerstadt, die Befreiung der Region durch die amerikanischen Truppen der 30th Division im Jahr 1944…

Geschichte entdecken durch Führungen

Die Königliche Archäologische und Historische Gesellschaft von Visé bietet auch eine Führung für Gruppen mit dem Titel „14-18: Entdeckung des Großen Krieges im Norden von Lüttich“ an. Sie erzählt die Geschichte der Tragödie von Visé vom 4. August 1914 bis zum Wiederaufbau der Stadt. Dieser Gedenkrundgang behandelt die Ankunft der deutschen Truppen, den Widerstand der belgischen Soldaten und das tägliche Leben in Visé während der vier Kriegsjahre.

Es handelt sich um eine 120 km lange Bustour mit Zwischenstopps und Besichtigungen sowie der Vorführung eines Dokumentarfilms. Zu den emblematischen Orten der Tour gehört der Friedhof von Rabosée, wo 500 belgische Soldaten in der Nacht vom 5. auf den 6. August dem Angriff zweier deutscher Regimenter mit 6.000 Mann widerstanden. Es folgt das Fort Barchon, eines der zwölf von General Brialmont um Lüttich errichteten Forts. Am 8. August 1914 war sie die erste, die dem deutschen Angriff zum Opfer fiel. Und schließlich das Fort Loncin, das am 15. August 1914 fiel, als eines seiner beiden Pulvermagazine explodierte und 250 Soldaten unter dem Fort begraben wurden.

Das Museum bietet auch einen Gedenkweg an, den man allein, mit der Familie oder in Gruppen begehen kann. Diese Tour kann dank der 18 Tafeln im Zentrum von Visé zu Fuß zurückgelegt werden. Während des Rundgangs erzählen fiktive Zeitzeugen die Geschichte von Visé: der Brand, die deutsche Besatzung, die Deportation, die Nachkriegszeit und der Wiederaufbau der Stadt… damit Sie spüren, was wirklich in diesem kleinen Dorf an der Maas passiert ist.

Sind Sie bereit für diese Erfahrung?

Praktische Informationen

Adresse
Rue du Collège, 31
4600 Visé
Land Belgien
Telefon 00 32 (0)4 92 16 66 89
E-Mail info@mahvi.be
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